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    Münstertal-Runde
Von Staufen durch das Münstertal und über den Höhenweg zurück
23 km, 800 Höhenmeter Auf- und Abstieg
  © Michael Krüger
Letzte Änderung:
17.4.2004
         
    Landschaftlich sehr schöne Runde auf überwiegend Naturwegen, kurze Passagen asphaltiert.
Bilder zum Vergrößern anklicken.
   
         

Start zu dieser landschaftlich außergewöhnlich schönen Runde durch das Münstertal und zurück auf dem Höhenweg Schauinsland-Staufen ist der östlich von Staufen gelegene Campingplatz, gleich neben dem Allemannen-Freibad.

Schattenspendende Bäume säumen den Neumagen, den Bach, der sich durch das Münstertal zieht, und dem folgen wir meist in unmittelbarer Nähe. Schon nach wenigen Minuten zeigt sich die das Münstertal beherrschende Berggestalt, der Belchen, der dritthöchste Gipfel des Schwarzwaldes. Heute verhüllt er (noch) sein Haupt in einer Wolke.

   

Schwarzwaldhöfe, großzügige Wiesen, Kühe auf der Weide, kein Zweifel, schon nach kurzer Zeit fühlen wir uns mitten im Schwarzwald. Auf angenehmen Wegen, neben der eingleisigen Bahnstrecke entlang, kaum merklich steigend, nähern wir uns dem Hauptort im Tal, dem gleichnamigen Münstertal.

Nach einer knappen halben Stunde erreichen wie die Ortsmitte von Münstertal. Der Ort zieht sich kilometerlang durch das sonnendurchflutete Tal. Am Ende der Bahnstrecke biegt der Weg links ab, einige wenige aber steile Höhenmeter hinauf zum "Talweg", dem wir ab jetzt folgen, immer an der Nordseite des Tals, wo sich der meiste Schatten findet.

   

Hier bietet sich ein schöner Blick auf den Belchen, dessen Gipfelkuppe sich heute allerdings immer noch hinter Wolken versteckt. Im Vordergrund das malerische Rathaus von Münstertal.

Auf schönen Waldwegen, manchmal Höhe gewinnend und Aussichten bietend, dann wieder hinab am Neumagen entlang, gewinnen wir netto immer mehr an Höhe. Der kurzweilige, schattige und romantische Weg verengt sich immer wieder zu einem schmalen Pfad.

   

Ab und zu bietet sich nun ein Blick auf das herrliche Tal und dem baulichen Schmuckstück, dem Kloster St. Trudpert mit seiner sehenswerten Klosterkirche.

St. Trudpert, wie es sich von unserem Weg aus zeigt. Um zu erkennen, dass diese Klosteranlage tatsächlich an der schönsten Stelle des Tales errichtet wurde, muss man die umliegenden Berge ersteigen.

   

Ein kurzer Blick zurück beim Schleusenhäuschen, der vorerst letzte Blick auf St. Trudpert.

Der Neumagen begleitet uns plätschernd die ganze Zeit. Wir nähern uns dem Talschluss.

   

Nach ca. einer Stunde ist der Ortsteil Spielweg im hintersten Tal erreicht. Das alte Rathaus beherbergt heute das Bienenkundemuseum, Eingeweihte wissen, dass sich am rückwärtigen Teil eine blitzsauberes öffentliches WC befindet, falls jemand seine Wasserflasche auffüllen möchte... Wir verlassen hier den Talweg, um auf einer asphaltierten Fahrstraße zum Höhenweg aufzusteigen.

Dabei passieren wir die letzten typischen Schwarzwaldhöfe für heute, bald wird unser Weg vom Wald dominiert.

   

Rasch gewinnen wir an Höhe und genießen nun den Überlick über das Tal, das wir schon in voller Länge durchlaufen haben. Wir erahnen die bildschöne Lage von St. Trudpert, in der Bildmitte nur undeutlich zu erkennen.

Immer höher geht es, unter uns schrumpfen Spielweg und die an den Hängen gestreuten Höfe auf Spielzeuggröße. Meist weht ein angenehmer Wind das Tal entlang und davon profitieren wir hier an heissen Tagen.

   

Der letzte Hof am Gipf ist erreicht, wir tauschen Asphalt gegen Naturweg, der ab jetzt kräftig steigt. Hier kann man ruhig auch mal ein paar Schritte gehen, wenn man die Herzfrequenz niedrig halten will.

Angekommen am Höhenweg! An diesem Kamm hat der Orkan "Lothar" vor einigen Jahren ganze Arbeit geleistet, so bietet sich hier ein überraschender Blick in die Rheinebene, hinter den Vorbergen rechts versteckt sich die Breisgaumetropole Freiburg, rechts im Hintergrund der Kaiserstuhl. Von hier aus kann man in wenigen Minuten zum Berggasthof Kohler laufen, wenn man Getränkevorräte auffüllen muss.

   

Der Höhenweg Schauinsland-Staufen gilt zu recht als einer der schönsten im ganzen Schwarzwald. Der Belchen zeigt sich von dieser Seite als überraschend flacher Buckel, dafür haben sich die Wolken um den Gipfel verzogen.

Noch erstaunlicher allerdings ist dieser Blick: in der Bildmitte, kaum als eigenständiger Gipfel zu erkennen, das ist tatsächlich der Schauinsland, der Freiburger Hausberg, der von der Rheinebene einen so massigen Eindruck hinterlässt.

   

Der Höhenweg ist natürlich gut markiert, hier kann man sich dem Roten Punkt anvertrauen. Links geht es weiter, zur Etzenbacher Höhe, überwiegend durch hochstämmigen, schattigen Wald. Wenn man hier früh morgens oder spät abends unterwegs ist, sind Begegnungen mit Rotwild oder Wildschweinen fast sicher.

An der Etzenbacher Höhe sehen wir, wie nahe wir schon wieder der Rheinebene gekommen sind. Bei klarem Wetter reicht die Sicht bis zu den Vogesen.

   

Rasch verlieren wir jetzt an Höhe und als wir den Wald endgültig verlassen, empfangen uns die Weinberge und der Blick auf die malerische Burgruine Staufen. Der Lauf neigt sich seinem Ende zu.

Langsam waren wir unterwegs, mit Zeit zum Schauen, so erreichen wir nach knapp 2,5 Stunden wieder das Allemannenbad in Staufen, unserem Ausgangspunkt. Eine Runde mit vielfältigen, abwechslungsreichen Eindrücken liegt hinter uns. Zu schön, um es nur einmal zu laufen.

   
   

Overlay zur Topographischen Karte 1:50000 Schwarzwald CD2

   
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